In vielen B√§ckereien liegen sie verlockend aus, die zweifarbigen s√ľ√üen beliebten Traditionsgeb√§cke in Brezelform.

Nat√ľrlich kann man sie auch selber backen:

Das Rezept:

Ein Bl√§tterteig wird mit Wasser bestrichen und ein dunkler M√ľrbeteig ( 250 g Mehl, 125 g Butter, 100 g Zucker, Vanillezucker, 40 g Kakaopulver, 1 Ei, 1 TL Backpulver, 1 Prise Salz) darauf gelegt. L√§ngs 2 Zentimeter breite Streifen abschneiden und zu Brezeln drehen. Mit Eimilch bestreichen und Mandeln dar√ľber streuen.

Im heißen Ofen ungefähr 10 Minuten backen.

Olgabrezelreime

Es nehmen Vater oder Mutter
ein Viertel Pf√ľndlein weiche Butter
und Mehl, ein halbes Pfund, gesiebt,
dann Kakaopulver, wenn‚Äės beliebt,
davon zwei Löffel oder drei,
die Prise Salz ist auch dabei
(nat√ľrlich auch ein ganzes Ei),
doch zu vollendetem Genuss
fehlt noch die Schapfe Zuckerschuss!
Alles verknetet wird, tadellos,
die Masse fein zu einem Kloß.
Und dann: Die Hände in den Schoß!
Es gibt ¬īne Stunde nichts zu tun!
Der Teig muss eingewickelt ruhn.
Obwohl ja manche heiß es lieben,
will unser Teig im K√ľhlen liegen.
Nachdem vorbei das Ruhen und Verstecken,
darf unser Teig, nun flach gewalzt, den Blätterteig bedecken.
Er wird dann mit diesem, gedreht in Streifen,
auf ein Backblech gelegt in Brezelformschleifen.
Mit Eimilch bestrichen, mit Mandeln bestreut,
die Olgabrezeln die Schwaben erfreut!
Doch nicht nur die Schwaben und Schwäbinnen allein,
auch Gäste und Nachbarn finden sie fein!
Olga gewidmet, der Frau auf dem Thron,
hat die Russische Brezel bei uns Tradition!

Gisela Munz-Schmidt



Das Rezept wurde in Stuttgart f√ľr K√∂nigin Olga von W√ľrttemberg kreiert. Olga wurde 1822 in Sankt Petersburg als Tochter des Zaren Nikolaus I. geboren, gestorben ist sie 1892 in Friedrichshafen.

1864 bestieg sie mit Karl I. den w√ľrttembergischen Thron, blieb kinderlos und ist als Wohlt√§terin und Stifterin bekannt.

OlgahospiTal,
Königin-Olga-Stift, Nikolauspflege